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10.12.2019

Krankheiten von Leber und Darm: 8 Hautveränderungen,die Sie alarmieren sollten

Die Haut reagiert oft als erstes, wenn innere Krankheiten vorliegen. Viele übersehen diese typischen Hautveränderungen.

Welche Warnzeichen es gibt, etwa für Fettleber und Hepatitis, aber auch für Diabetes und entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa?[/size][/font]

“Unsere Haut ist das größte Organ im Körper und deshalb spielen alle Stoffwechselveränderungen im Körper auch eine Rolle für den Stoffwechsel der Haut, hier gibt es eine enge Verbindung“, erklärt Jens Tesmann vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen.

Darmkrankheiten führen besonders häufig zu typischen Hautveränderungen
Besonders eng ist dabei die Verbindung zwischen Darm und Haut. Denn der Darm ist in der Entstehung des Lebens genau genommen eine Einstülpung der Haut. Hautveränderungen wie rote, schmerzhafte Flecken an den Unterschenkeln, medizinisch Erythema nodosum oder Knotenrose, sind in diesem Zusammenhang typisch. „Es handelt sich dabei um eine tief sitzende Bindegewebsentzündung, die häufig in Zusammenhang mit Streptokokken oder entzündlichen Darmerkrankungen auftritt.“ Die roten Stellen an den Unterschenkeln können also bei bakteriellen Entzündungen wie Mandelentzündung durch Streptokokken auftreten, bei bakteriellen Darminfektionen, manchmal auch bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Leberstörungen wie Hepatitis oder ein Gallenstau führen zu Gelbsucht
Das Hautkolorit verändert sich, wird gelblich. Dem voran geht die Gelbfärbung der Augäpfel. Ursache ist, dass die Leber den Blutfarbstoff nicht richtig abbaut, der Gallenfarbstoff Bilirubin im Blut sich dadurch erhöht, Haut und Augäpfel sich verfärben. Es kommt zur so genannten Gelbsucht (Ikterus). Ausgeprägte Leberstörungen, etwa durch Gallenstau, eine Hepatitis oder Leberzirrhose sind die Auslöser.

Erkrankungen der Leber können auch zu Gefäßspinnen führen
Es bilden sich Gefäßspinnen, das sind winzige rote Gefäße, die spinnennetzartig von einem kleinen, leicht erhabenen, roten Gefäßpünktchen ausgehen. Diese Spider naevi treten vor allem an Oberkörper und Bauch auf. Hier können sie Warnsignal für Leberfunktionsstörungen sein, etwa:
Fettleber
Hepatitis
Zirrhose
Sie werden deshalb oft auch als Lebersternchen bezeichnet. Treten Gefäßspinnen im Gesicht auf, kommt aber auch UV-Strahlung als Ursache in Frage oder Rosacea, eine entzündliche Hauterkrankung.

Unregelmäßige Gefäßfunktionen verursachen rote Flecken an den Händen
Rote Flecken auf den Handinnenflächen oder dem Daumenballen zeichnen sich ab, medizinisch Palmarerythem. „Ursache ist eine veränderte Regulation der Blutgefäße in der Hand“, erklärt Jens Tesmann. Diese Unregelmäßigkeiten der Gefäßfunktion, die sich an der Hand ausdrücken, können im Rahmen von Lebererkrankungen auftreten.

Fettstoffwechselstörungen zeigen sich an den Augenlidern
Eng verbunden mit Leberproblemen sind auch Fettstoffwechselstörungen, die mit deutlich zu hohen Bluttfettwerten verbunden sind, etwa wie bei Hypercholesterinämie oder Hypertriglyceridämie. Dann kann es zu deutlich erkennbaren Fettablagerungen auf der Haut kommen, kleinen, gelblichen Knötchen, medizinisch Xanthelasmen. „Sie entstehen an der besonders feinen Haut der Augenlider“, berichtet der Dermatologe.

Braune Flecken an Nacken und Hals
Eine weitere Hautveränderung, die verunsichert, sind braune, etwas erhabene Flecken am Hals, medizinisch Acanthosis nigricans. „Sie entstehen oft in Zusammenhang mit Diabetes“, sagt der Experte. Denn mit der erhöhten Produktion von Insulin gelangen auch andere Stoffe ins Blut, die zu Verdickung und bräunlicher Verfärbung der Haut rund um den Hals herum führen. Sie fördern die Produktion der oberflächlichen Hornzellen in der Haut sowie die Farbproduktion. Die bräunlichen Flecken können übrigens auch bei etwas molligeren Kindern auftreten, müssen dann aber kein Alarmzeichen für Diabetes sein und verschwinden mit der Zeit oft wieder von selbst.

Blutpünktchen als Anzeichen von starken Entzündungen
Zuletzt sind noch punktförmige Einblutungen zu nennen. Diese so genannten Petechien treten vor allem an den Unterschenkeln auf. „Sie sind häufig bei stärkeren Entzündungen anzutreffen, etwa einer Gefäßentzündung, Vaskulitis“, berichtet Jens Tesmann.

Im Zuge der Entzündung strömen zahlreiche Antikörper in das Blutgefäß, das dadurch minimal undicht wird und deshalb etwas Blut austreten kann. Das sehen wir als rote Pünktchen unter der Haut. Oft steht dabei im Körper ein größerer Entzündungsherd dahinter, der diese Antikörper produziert. „Deshalb ist es so besonders wichtig, diese Hautveränderung medizinisch abklären zu lassen“, rät der Experte.

Hautveränderungen immer abklären lassen
Selbstverständlich gilt das für alle der aufgeführten Hautzeichen: Zuerst sollten Sie damit zu einem Dermatologen gehen. Er kann die Veränderungen richtig einordnen, entscheiden, ob es sich um eine harmlose Veränderung handelt, oder ein Alarmsignal für eine behandlungsbedürftige, ernste Krankheit.

In diesem Fall überweist der Hautarzt zum entsprechenden Facharzt, der die passende Behandlung einleitet. Damit lässt sich verhindern, dass etwa Diabetes unbemerkt voranschreitet und die Gefäße unwiderruflich schädigt, sich eine Lebererkrankung verschlechtert oder eine starke Entzündung aus dem Ruder läuft und letztlich zu einer Sepsis führen könnte.

Artikel nachlesen:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/haut/ernsthafte-krankheiten-von-leber-darm-diese-acht-hautveraenderungen-sollten-sie-alarmieren-jede-dieser-acht_id_10702902.html

Die Schoenmacherei - 12:27 @ Beauty News, Beauty Care | Kommentar hinzufügen